Dachsanierung: Container und Entsorgung planen

Dachsanierung: Container und Entsorgung planen

Dachsanierung richtig planen: Welche Container Sie brauchen, wie Dachziegel, Dachpappe und Asbest getrennt entsorgt werden und was es kostet.

Veröffentlicht am 20.2.2026

Bei einer Dachsanierung fallen in kurzer Zeit große Mengen an Abbruchmaterial an — von Dachziegeln über Dachpappe bis hin zu Dämmstoffen und Holzlatten. Die richtige Entsorgungsplanung entscheidet dabei nicht nur über die Kosten, sondern auch über einen reibungslosen Baustellenablauf. Containerhelfer.de vermittelt Container-Lösungen für Dachsanierungen, berät telefonisch bei der Planung und erstellt Angebote sowie Rechnungen aus einer Hand.

Welche Abfallarten fallen bei einer Dachsanierung an?

Je nach Dachtyp, Baujahr und Deckungsmaterial entstehen bei einer Dachsanierung unterschiedliche Abfallarten. Eine sorgfältige Trennung ist entscheidend, denn gemischter Abfall kostet deutlich mehr in der Entsorgung als sauber sortiertes Material.

AbfallartTypisches MaterialEntsorgungsweg
BauschuttDachziegel, Dachsteine, BetonBauschuttcontainer
Dachpappe / BitumenBitumenbahnen, teerfreie DachpappeSeparater Dachpappencontainer
Teerhaltige DachpappeAlte Teerpappe (vor ca. 1970)Sondermüll, gesonderte Entsorgung
HolzDachlatten, Sparren, SchalungHolzcontainer (Kategorie A1–A3)
DämmstoffeMineralwolle, Styropor, PU-SchaumSeparater Container oder Big Bags
MetallDachrinnen, Bleche, BefestigungenSchrottsammlung oder Metallcontainer
Asbest / EternitWellplatten, Fassadenplatten (vor 1993)Zertifizierter Fachbetrieb, Big Bags

Wichtig: Asbest darf ausschließlich von zertifizierten Fachbetrieben demontiert und entsorgt werden. Gebäude mit Dacheindeckungen aus der Zeit vor 1993 sollten vor Beginn der Arbeiten auf Asbest geprüft werden. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Schadstofferkundung.

Die richtige Containergröße für Ihre Dachsanierung

Die Containergröße hängt von der Dachfläche, dem Deckungsmaterial und dem Umfang der Sanierung ab. In der Regel gilt: Schwere Materialien wie Dachziegel erfordern kleinere Container, da das Gewicht den limitierenden Faktor darstellt.

Bauschuttcontainer für Dachziegel

Dachziegel und Dachsteine aus Ton oder Beton zählen als mineralischer Bauschutt und lassen sich in einem Bauschuttcontainer kostengünstig entsorgen. Pro Quadratmeter Dachfläche fallen erfahrungsgemäß 40 bis 60 kg Ziegel an.

  • Kleine Dachflächen (bis 80 m²): 3–5 m³ Absetzcontainer
  • Mittlere Dachflächen (80–150 m²): 5–7 m³ Absetzcontainer
  • Große Dachflächen (ab 150 m²): 7–10 m³ oder mehrfache Abfuhr

Beachten Sie das maximal zulässige Gewicht: Bei schweren Fraktionen wie Ziegeln werden Absetzcontainer typischerweise nur bis 7 m³ angeboten, da größere Container inklusive Inhalt zu schwer für den Transport werden. Unser Containergrößen-Ratgeber hilft bei der genauen Dimensionierung.

Separate Container für Dachpappe

Dachpappe wird grundsätzlich getrennt von Dachziegeln entsorgt. Teerfreie Bitumenbahnen und teerhaltige Dachpappe (erkennbar am schwarzen, klebrigen Aufbau und typischem Geruch) müssen ebenfalls voneinander getrennt werden, da sich die Entsorgungskosten erheblich unterscheiden.

  • Teerfreie Dachpappe: 70–120 EUR pro m³ (typische Preisspanne)
  • Teerhaltige Dachpappe: 230–300 EUR pro m³ (Sondermüll)

Für ein Gartenhaus reicht in der Regel ein 3 m³-Container, für ein Einfamilienhaus sind 5–7 m³ üblich.

Holz, Dämmstoffe und Metall

Dachlatten, Sparren und Schalungsbretter werden als Altholz entsorgt. Unbehandeltes oder nur lasiertes Holz (Kategorie A1–A2) ist günstiger als beschichtetes oder behandeltes Holz (A3–A4). Mineralwolle und andere Dämmstoffe gehören in einen separaten Container oder in spezielle Big Bags. Metallteile wie Dachrinnen und Bleche werden typischerweise als Schrott gesammelt und sind in vielen Fällen sogar kostenlos entsorgbar.

Kosten der Entsorgung bei einer Dachsanierung

Die Entsorgungskosten variieren je nach Region, Material und Menge. Eine pauschale Angabe ist daher nicht möglich — wir erstellen individuelle Angebote auf Basis Ihrer Projektdaten. Folgende Orientierungswerte helfen bei der Budgetplanung:

  • Bauschutt (Dachziegel): Typischerweise 20–40 EUR pro m³
  • Teerfreie Dachpappe: Typischerweise 70–120 EUR pro m³
  • Teerhaltige Dachpappe: Typischerweise 230–300 EUR pro m³
  • Altholz (A1–A3): Typischerweise 30–60 EUR pro m³
  • Mineralwolle / Dämmstoffe: Typischerweise 80–150 EUR pro m³
  • Asbest / Eternit: Typischerweise 150–500 EUR pro m³ (inkl. Spezialverpackung)

Durch konsequente Trennung der Abfallarten lassen sich die Gesamtkosten erfahrungsgemäß um 30 bis 50 Prozent senken. Unser Ratgeber zu Bauschutt vs. Baumischabfall zeigt, warum sich Trennung lohnt.

Asbest erkennen und sicher entsorgen

Wurde Ihr Dach vor 1993 eingedeckt, besteht die Möglichkeit, dass asbesthaltige Materialien verbaut wurden. Seit 1993 ist die Verwendung von Asbest in Deutschland verboten. Typische asbesthaltige Dachprodukte sind Wellplatten, Fassadenplatten und bestimmte Dachschindeln aus Faserzement (häufig unter dem Markennamen Eternit bekannt).

Was Sie wissen müssen:

  • Asbest darf nur von Fachbetrieben mit Sachkundenachweis nach TRGS 519 entfernt werden
  • Die Entsorgung erfolgt in speziellen, gekennzeichneten Big Bags auf genehmigten Deponien
  • Ein Entsorgungsnachweis ist Pflicht — fehlt dieser, drohen empfindliche Strafen
  • Eigenständige Demontage und Entsorgung von Asbest ist eine Straftat und kann mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren oder Geldstrafen geahndet werden

Nachweislich asbestfreie Eternitplatten (nach 1993 hergestellt) können als normaler Bauschutt entsorgt werden. Im Zweifel sollte vor Beginn der Arbeiten eine Schadstoffanalyse durchgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel zur sicheren Asbestentsorgung.

Praktische Checkliste

  • Baujahr des Dachs prüfen — bei Eindeckung vor 1993 Asbesttest veranlassen
  • Dachfläche und Materialmengen abschätzen (m² und voraussichtliches Gewicht)
  • Abfallarten bestimmen: Ziegel, Dachpappe, Holz, Dämmstoffe, Metall
  • Teerhaltige und teerfreie Dachpappe voneinander unterscheiden
  • Stellplatz für Container prüfen — auf Privatgrund oder mit Stellgenehmigung
  • Container rechtzeitig bestellen — mindestens eine Woche vor Baubeginn
  • Bei Asbest: Zertifizierten Fachbetrieb beauftragen und Entsorgungsnachweis anfordern

Nein. Dachziegel sind mineralischer Bauschutt und werden im Bauschuttcontainer entsorgt. Dachpappe enthält Bitumen oder Teer und muss in einen separaten Container. Die getrennte Entsorgung spart erhebliche Kosten.

Wurde das Dach vor 1993 eingedeckt, ist eine Asbestbelastung möglich. Typische Anzeichen sind graue Wellplatten oder Schindeln aus Faserzement. Sicherheit gibt nur eine Laboranalyse einer Materialprobe durch einen Fachbetrieb.

Das hängt von Dachfläche und Material ab. Für Dachziegel eines Einfamilienhauses (ca. 100 m²) reicht typischerweise ein 5–7 m³ Absetzcontainer. Für Dachpappe zusätzlich ein 3–5 m³ Container. Wir beraten Sie telefonisch zur passenden Größe.

Teerfreie Dachpappe können Sie selbst zum Wertstoffhof oder in einen Container geben. Teerhaltige Dachpappe gilt als Sondermüll und unterliegt strengeren Vorschriften. In beiden Fällen darf Dachpappe nicht im Hausmüll oder über die Biotonne entsorgt werden.

Fazit

Eine Dachsanierung erzeugt mehrere Abfallströme, die unterschiedliche Container und Entsorgungswege erfordern. Durch sorgfältige Trennung von Dachziegeln, Dachpappe, Holz und Dämmstoffen lassen sich die Entsorgungskosten deutlich reduzieren. Bei Verdacht auf Asbest ist die Beauftragung eines zertifizierten Fachbetriebs Pflicht. Containerhelfer.de vermittelt die passenden Container-Lösungen für Ihre Dachsanierung, berät telefonisch bei der Planung und erstellt Angebote sowie Rechnungen aus einer Hand.

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