
Badsanierung: Welchen Container brauche ich?
Container für die Badsanierung richtig wählen: Abfallarten, Containergrößen und Tipps zur Trennung von Bauschutt und Baumischabfall.
Veröffentlicht am 27.2.2026
Wer sein Bad saniert, steht schnell vor der Frage: Wohin mit den alten Fliesen, der Badewanne und dem Estrich? Die Abfallmenge bei einer Badsanierung wird oft unterschätzt. Bereits ein kleines Bad von sechs Quadratmetern kann zwei bis vier Kubikmeter Schutt erzeugen. Containerhelfer vermittelt Container-Lösungen, die genau zu Ihrem Projekt passen, und berät Sie telefonisch bei der Planung.
Welche Abfälle fallen bei der Badsanierung an?
Bei einer Badsanierung entstehen verschiedene Abfallarten, die unterschiedlich entsorgt werden müssen. Die wichtigste Unterscheidung: Bauschutt und Baumischabfall dürfen nicht in denselben Container.
| Abfallart | Beispiele | Entsorgungskategorie |
|---|---|---|
| Mineralischer Bauschutt | Fliesen, Estrich, Putz, Beton, Sanitärkeramik (WC, Waschbecken) | Bauschutt |
| Baumischabfall leicht | Gipskartonplatten, Tapeten, Folien, Verpackungen, Dämmmaterial | Baumischabfall |
| Baumischabfall schwer | Rohre, Kabel, Holzreste, Metallarmaturen | Baumischabfall |
| Sondermüll | Asbest (in Altbauten), alte Farben, Lacke, belastete Dämmstoffe | Getrennte Sonderentsorgung |
Reine Fliesen und Sanitärkeramik aus Porzellan gelten als mineralischer Bauschutt und sind in der Entsorgung deutlich günstiger. Gipskarton hingegen darf unter keinen Umständen in den Bauschuttcontainer, da er den gesamten Inhalt zu teurem Baumischabfall macht.
Die richtige Containergröße für Ihr Badprojekt
Die passende Containergröße hängt von der Badgröße und dem Umfang der Sanierung ab. Erfahrungsgemäß gelten folgende Richtwerte:
| Projektumfang | Badgröße | Empfohlener Container |
|---|---|---|
| Teilsanierung (nur Fliesen und Sanitär) | bis 8 m² | 3 m³ Absetzcontainer |
| Vollsanierung (inkl. Estrich, Wände) | bis 8 m² | 5 m³ Absetzcontainer |
| Vollsanierung großes Bad | 8–15 m² | 5–7 m³ Absetzcontainer |
| Mehrere Bäder gleichzeitig | ab 15 m² | 7–10 m³ Absetzcontainer |
Für die meisten Badsanierungen in Einfamilienhäusern ist ein 5-Kubikmeter-Container die richtige Wahl. Einen ausführlichen Überblick über alle verfügbaren Größen finden Sie in unserem Containergrößen-Ratgeber.
Tipp: Lieber einen Container zu groß als zu klein wählen. Eine Nachbestellung kostet typischerweise deutlich mehr als der Aufpreis für die nächste Größe.
Brauche ich einen oder zwei Container?
Die Antwort hängt davon ab, wie viel Baumischabfall neben dem reinen Bauschutt anfällt. Bei einer Teilsanierung, bei der nur Fliesen und Sanitärobjekte getauscht werden, reicht in der Regel ein einzelner Bauschuttcontainer. Sobald jedoch Gipskartonwände, Trockenbauelemente oder größere Mengen an Verpackungsmaterial und Dämmstoffen anfallen, lohnt sich ein zweiter Container für Baumischabfall.
Der Grund: Sobald auch nur geringe Mengen Gips oder Holz in einen Bauschuttcontainer gelangen, stuft der Entsorger den gesamten Inhalt als Baumischabfall ein. Zwei kleinere Container (zum Beispiel 3 m³ Bauschutt und 3 m³ Baumischabfall) sind daher in vielen Fällen günstiger als ein großer Mischcontainer. Bei einer Dachsanierung gelten vergleichbare Trennungsregeln.
Bauschutt und Baumischabfall richtig trennen
Die saubere Trennung ist der wichtigste Faktor, um Entsorgungskosten zu senken. Mineralischer Bauschutt kostet in der Entsorgung erfahrungsgemäß nur einen Bruchteil von Baumischabfall. Gemäß Gewerbeabfallverordnung sind gewerbliche Baustellen mit mehr als zehn Kubikmetern Abfall sogar zur getrennten Entsorgung verpflichtet. Aber auch bei kleineren Projekten zahlt sich die Trennung finanziell aus.
So trennen Sie effektiv auf der Baustelle:
- Stellen Sie zwei separate Sammelstellen ein: eine für reinen Bauschutt (Fliesen, Putz, Keramik) und eine für Baumischabfall (Gipskarton, Folien, Holz)
- Entfernen Sie Silikonfugen und Fliesenkleber-Reste möglichst von den Fliesen, bevor Sie diese in den Bauschuttcontainer geben
- Metallteile wie Armaturen, Rohre und Winkel sammeln Sie am besten separat — Schrotthändler nehmen diese häufig kostenlos an
- Alte Badewannen aus Stahl oder Gusseisen gehören zum Metallschrott, Acrylwannen zum Baumischabfall
- Verpackungen von neuen Sanitärprodukten und Fliesen gehören in den gelben Sack oder in den Baumischabfall-Container
Bei größeren Badsanierungen, insbesondere in Altbauten vor 1993, ist eine Schadstoffprüfung auf Asbest ratsam. Asbest findet sich in dieser Epoche häufig in Fliesenklebern, Putz oder Rohrleitungen und muss als Sondermüll getrennt entsorgt werden.
Kosten und Spartipps
Die Containerkosten für eine Badsanierung variieren je nach Region, Abfallart und Containergröße. Typische Richtwerte:
- Bauschuttcontainer 3 m³: ab ca. 150–250 Euro
- Bauschuttcontainer 5 m³: ab ca. 250–400 Euro
- Baumischabfall-Container 5 m³: ab ca. 350–550 Euro
So sparen Sie bei der Entsorgung:
- Trennen lohnt sich: Reiner Bauschutt ist erheblich günstiger als Baumischabfall. Wer sauber trennt, spart in der Regel 30 bis 50 Prozent der Entsorgungskosten
- Stellzeit beachten: Die meisten Container werden für sieben bis vierzehn Tage kalkuliert. Planen Sie die Lieferung so, dass der Abbruch direkt nach Aufstellung beginnt
- Standort vorbereiten: Stellen Sie sicher, dass der Container auf Ihrem Grundstück oder mit Stellgenehmigung auf öffentlicher Fläche stehen kann
- Vergleichen statt raten: Über Containerhelfer erhalten Sie ein individuelles Angebot, das zu Ihrem Projekt passt. Wir vermitteln Container-Lösungen in ganz Deutschland und beraten telefonisch
Praktische Checkliste
- Badgröße ausmessen und Sanierungsumfang festlegen
- Abfallarten identifizieren (Bauschutt vs. Baumischabfall)
- Bei Altbauten vor 1993 Schadstoffprüfung auf Asbest durchführen lassen
- Containerstellplatz prüfen (Zufahrt, Untergrund, Genehmigung)
- Container rechtzeitig bestellen — idealerweise eine Woche vor Baubeginn
- Zwei Sammelstellen auf der Baustelle einrichten (Bauschutt und Baumischabfall)
- Metallteile separat sammeln (Armaturen, Rohre, alte Heizkörper)
Nein. Fliesen sind mineralischer Bauschutt, Gipskarton zählt zum Baumischabfall. Werden beide gemischt, wird der gesamte Containerinhalt als Baumischabfall berechnet — das ist deutlich teurer. Trennen Sie die Materialien unbedingt.
Für eine Vollsanierung eines Bads bis 8 Quadratmeter empfehlen wir erfahrungsgemäß einen 5-Kubikmeter-Container. Bei einer reinen Teilsanierung (nur Fliesen tauschen) genügt in der Regel ein 3-Kubikmeter-Container.
Stahl- und Gusseisen-Badewannen gehören zum Metallschrott und werden häufig kostenlos abgeholt. Acrylwannen zählen zum Baumischabfall. Sanitärkeramik wie WC und Waschbecken darf in den Bauschuttcontainer.
Die übliche Stellzeit beträgt sieben bis vierzehn Tage. Verlängerungen sind möglich, verursachen aber Zusatzkosten. Planen Sie die Containerlieferung so, dass der Abbruch zeitnah beginnen kann.
In Gebäuden vor 1993 kann Asbest in Fliesenkleber, Putz oder Rohren stecken. Lassen Sie vor dem Abbruch eine Schadstoffanalyse durchführen. Asbesthaltiges Material muss als Sondermüll getrennt und von einem Fachbetrieb entsorgt werden.
Fazit
Eine Badsanierung erzeugt mehr Abfall als die meisten Bauherren erwarten. Mit der richtigen Containergröße und konsequenter Trennung von Bauschutt und Baumischabfall lassen sich Kosten deutlich senken. Containerhelfer vermittelt Container-Lösungen für jede Badgröße, berät telefonisch bei der Planung und erstellt Angebote sowie Rechnungen aus einer Hand.
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