Styropor / EPS (ohne HBCD)
Styropor -- chemisch expandiertes Polystyrol (EPS) -- fällt als Verpackungsmaterial und Dämmstoff in großen Volumina an. Die Entsorgung ist unkompliziert, solange das Material kein HBCD enthält, ein Flammschutzmittel, das bis 2015 in Fassadendämmplatten eingesetzt wurde. Wir vermitteln geeignete Container für HBCD-freies EPS und verbinden Sie bei Bedarf mit Partnerbetrieben, die auch HBCD-belastetes Styropor als Sonderabfall fachgerecht entsorgen.

Styropor / EPS (ohne HBCD)
Entsorgung von sauberem Styropor und EPS-Dämmstoffen
Was darf in den Container?
Darf rein
- Verpackungsstyropor (weiß, sauber)
- EPS-Dämmplatten ohne HBCD
- Formteile aus Polystyrol
- Styropor-Verpackungen
- EPS-Perimeterdämmung
- Polystyrol-Formteile
- Saubere Dämmstoffabfälle
Darf nicht rein
- Styropor mit HBCD (vor 2015 verbaut)
- Verschmutztes oder verfärbtes EPS
- Styropor mit Kleberresten
- EPS mit Verbundmörtel
- Fassadendämmung mit Putz
- XPS-Dämmplatten (andere Entsorgung)
- Styropor mit anderen Materialien
Entsorgung und Kosten
Sauberes, weißes Verpackungsstyropor ohne Anhaftungen kann werkstofflich recycelt werden -- es wird zerkleinert, eingeschmolzen und zu neuen EPS-Produkten verarbeitet. Verschmutztes oder graues Styropor wird dagegen thermisch verwertet, also verbrannt. Die Entsorgungskosten werden vor allem durch das hohe Volumen bei geringem Gewicht bestimmt: Ein voller 20-m³-Container wiegt oft nur wenige Hundert Kilogramm, der Transport ist trotzdem teuer. Durch Zerkleinern oder Verdichten lässt sich das Volumen erheblich reduzieren. Wir vermitteln Ihnen Entsorgungspartner, die auf Styropor spezialisiert sind und bei größeren Mengen auch Abhollogistik mit Verdichtung anbieten.
Tipps & Tricks für optimale Entsorgung
HBCD-Gehalt prüfen
Styropor vor 2015 enthält oft HBCD und muss als gefährliche Abfälle entsorgt werden. Bei Unsicherheit testen lassen.
Sauberkeit beachten
Nur sauberes, weißes Styropor kann recycelt werden. Verschmutzungen führen zur thermischen Verwertung.
Kleber entfernen
Kleberreste von Fassadendämmung machen EPS unrecycelbar. Nach Möglichkeit mechanisch entfernen.
Volumen komprimieren
Styropor ist sehr voluminös. Zerkleinern oder verdichten spart Transportkosten.
Weil Styropor so voluminös ist, brauchen Sie in der Regel größere Container als bei anderen Abfallarten. Ein Presscontainer kann sich bei regelmäßigem Anfall schnell rechnen. Wir beraten Sie telefonisch zur wirtschaftlichsten Variante für Ihr Projekt.
Container-Empfehlungen für verschiedene Szenarien
| Szenario | Empfohlene Lösung | Begründung |
|---|---|---|
| Hausdämmung (Neubau) | 15-20 m³ Absetzcontainer | Große Mengen sauberer EPS-Platten beim Zuschnitt. |
| Verpackungsbetrieb | 20 m³ Abrollcontainer oder Presscontainer | Regelmäßige große Mengen Verpackungsstyropor. |
| Renovierung Kelleraußenwand | 7-10 m³ Absetzcontainer | EPS-Perimeterdämmung bei Kellerabdichtung. |
| Elektronik-Großhandel | 10 m³ Absetzcontainer oder Presscontainer | Viel Verpackungsmaterial aus Styropor-Formteilen. |
Szenario
Hausdämmung (Neubau)
Empfohlene Lösung
15-20 m³ Absetzcontainer
Begründung
Große Mengen sauberer EPS-Platten beim Zuschnitt.
Szenario
Verpackungsbetrieb
Empfohlene Lösung
20 m³ Abrollcontainer oder Presscontainer
Begründung
Regelmäßige große Mengen Verpackungsstyropor.
Szenario
Renovierung Kelleraußenwand
Empfohlene Lösung
7-10 m³ Absetzcontainer
Begründung
EPS-Perimeterdämmung bei Kellerabdichtung.
Szenario
Elektronik-Großhandel
Empfohlene Lösung
10 m³ Absetzcontainer oder Presscontainer
Begründung
Viel Verpackungsmaterial aus Styropor-Formteilen.
Hinweis: Die Empfehlungen basieren auf Erfahrungswerten. Für eine individuelle Beratung kontaktieren Sie uns gerne.
Kosten & Preisindikator
Warum mittel?
Sauberes EPS ohne HBCD kann recycelt werden, ist aber aufgrund des geringen Gewichts und hohen Volumens teurer zu transportieren. Verunreinigtes Material muss thermisch verwertet werden.
Zusätzliche Information: HBCD-haltiges Styropor (vor 2015) führt zu drastischen Kostensteigerungen.
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