Kunststoffe
In Gewerbe und Industrie fallen häufig mehrere Kunststoffarten gleichzeitig an -- von PE-Verpackungsfolien über PP-Transportbehälter bis hin zu ABS-Gehäusen. Wir vermitteln Container und Entsorgungslösungen, die auf die getrennte Erfassung verschiedener Kunststofftypen ausgelegt sind. Unsere Entsorgungspartner beraten Sie zur optimalen Sortierung, damit jede Fraktion den bestmöglichen Recyclingweg nimmt.

Kunststoffe
Sortenreine Entsorgung verschiedener Kunststoffarten für optimales Recycling und Ressourcenschonung
Was darf in den Container?
Darf rein
- PE (Polyethylen) - Folien, Behälter, Verpackungen
- PP (Polypropylen) - Verschlüsse, Möbel, Spielzeug
- PS (Polystyrol) - Verpackungen, Isolierung, Einweggeschirr
- PET (Polyethylenterephthalat) - Flaschen, Schalen
- PVC hart - Rohre, Profile, Fensterrahmen
- ABS - Gehäuse, Elektronikteile
- PC (Polycarbonat) - CDs, Schutzhelme
- Saubere Produktionsabfälle
- Sortenreine Kunststoffteile ohne Verunreinigungen
Darf nicht rein
- Duroplaste, gehärtete Kunststoffe
- Verschmutzte oder verunreinigte Kunststoffe
- Kunststoffe mit Metalleinlegern oder -beschichtungen
- Verbundmaterialien, Laminierungen
- Klebstoffreste, schwer entfernbare Etiketten
- Schaumstoffe, PU-Schäume, Dämmmaterialien
- Medizinische Kunststoffabfälle
- Farbreste, Lackreste an Kunststoffen
- Elektronikteile mit Kunststoffgehäuse
Entsorgung und Kosten bei gemischten Kunststoffen
Die Entsorgungskosten für Kunststoffe variieren stark nach Materialtyp und Reinheit. PE und PP erzielen auf dem Recyclingmarkt gute Erlöse, während PVC und technische Kunststoffe wie ABS meist kostenpflichtig entsorgt werden. Wenn Sie mehrere Kunststoffarten getrennt sammeln, profitieren Sie von besseren Konditionen als bei einer gemischten Entsorgung. Wir vermitteln Ihnen Entsorgungsbetriebe, die mehrere Fraktionen gleichzeitig abholen und so den logistischen Aufwand für Ihren Betrieb minimieren.
Welche Kunststoffe lassen sich recyceln?
Nicht jeder Kunststoff ist gleich gut verwertbar. Thermoplaste -- also PE, PP, PET und PS -- lassen sich mehrfach einschmelzen und neu formen. Sie machen den Großteil der recycelbaren Kunststoffe aus und werden von Entsorgungsbetrieben bevorzugt angenommen. Duroplaste wie Epoxidharz oder Melamin dagegen lassen sich nach dem Aushärten nicht mehr aufschmelzen und landen in der thermischen Verwertung. PVC nimmt eine Sonderstellung ein: Es kann grundsätzlich recycelt werden, enthält aber Weichmacher und Additive, die eine gesonderte Aufbereitung erfordern.
Für Gewerbetreibende lohnt sich die Unterscheidung nach Recycling-Codes (Dreiecksymbole mit den Ziffern 1 bis 7 auf vielen Produkten). Die Codes 1 (PET), 2 (HDPE), 4 (LDPE) und 5 (PP) werden am häufigsten recycelt und erzielen die besten Konditionen. Code 3 (PVC) und Code 7 (sonstige) verursachen höhere Entsorgungskosten.
Kosten und Preisfaktoren
Die Kosten für einen Kunststoffcontainer hängen von drei Faktoren ab: Sortenreinheit, Verschmutzungsgrad und Menge. Sortenreine Produktionsabfälle in großen Mengen können sogar vergütet werden -- Schredderunternehmen zahlen für sauberes PE-Folienmaterial oder PP-Verschnitt Kilopreise, die sich bei regelmäßigem Anfall summieren. Bei gemischten Kunststoffen aus Renovierungen oder Entrümpelungen fallen dagegen Entsorgungsgebühren an, die je nach Region zwischen 150 und 400 Euro pro Container liegen. Verunreinigungen mit Lebensmittelresten, Ölen oder Chemikalien erhöhen die Kosten zusätzlich, da das Material dann als gewerblicher Abfall eingestuft wird.
Ein Presscontainer rechnet sich bereits ab einem wöchentlichen Aufkommen von zwei vollen 1100-Liter-Containern. Durch die Verdichtung reduziert sich die Abholfrequenz um bis zu 80 Prozent, was die Transportkosten drastisch senkt.
Tipps & Tricks für optimale Entsorgung
Verschiedene Kunststoffarten trennen
Jede Kunststoffart getrennt sammeln. Recycling-Codes (1-7) auf Verpackungen helfen bei der korrekten Sortierung.
Sauberkeit ist entscheidend
Anhaftende Etiketten, Kleber oder Verschmutzungen reduzieren die Recyclingqualität erheblich.
Mengenschwellen beachten
Ab etwa 500 kg pro Kunststoffart werden bessere Konditionen und Verwertungswege möglich.
Produktionsabfälle bevorzugt
Saubere, sortenreine Produktionsabfälle erzielen die besten Recyclingpreise und -quoten.
Thermoplaste bevorzugt
Thermoplastische Kunststoffe lassen sich mehrfach einschmelzen und recyceln, Duroplaste nicht.
Die richtige Containergröße hängt von Ihrer Branche und der anfallenden Menge ab. Folien und dünnwandige Kunststoffe nehmen viel Volumen ein, wiegen aber wenig -- hier lohnt sich oft ein Presscontainer. Besonders in der Lebensmittelindustrie, im Versandhandel und in der Automobilzulieferung fallen große Mengen sortenreiner Kunststoffabfälle an, die mit dem passenden Container wirtschaftlich entsorgt werden können. Für Betriebe mit mehreren Kunststoffarten empfehlen sich separate Container oder Mehrkammersysteme. Wir beraten Sie telefonisch zur optimalen Lösung.
Container-Empfehlungen für verschiedene Szenarien
| Szenario | Empfohlene Lösung | Begründung |
|---|---|---|
| Verpackungsindustrie (mehrere Sorten) | Mehrere 10-15 m³ Absetzcontainer | Getrennte Sammlung verschiedener Kunststoffarten für optimales Recycling. |
| Handelsbetrieb mit gemischten Folien | 7 m³ Absetzcontainer oder Presscontainer | Folien können stark komprimiert werden, sortenreine Sammlung wenn möglich. |
| Kunststoffverarbeitung (mehrere Typen) | Multiple 1,1 m³ Rollcontainer oder Big Bags | Verschiedene Container für verschiedene Kunststofftypen (PE, PP, PS, etc.). |
| Bürogebäude mit verschiedenen Kunststoffen | 240-1100L Rollcontainer | PET-Flaschen, Folien und andere Büro-Kunststoffe getrennt sammeln. |
| Elektroindustrie (Gehäuse ohne Elektronik) | 5-7 m³ Absetzcontainer | ABS, PC und andere technische Kunststoffe getrennt von Verpackungsmaterial. |
Szenario
Verpackungsindustrie (mehrere Sorten)
Empfohlene Lösung
Mehrere 10-15 m³ Absetzcontainer
Begründung
Getrennte Sammlung verschiedener Kunststoffarten für optimales Recycling.
Szenario
Handelsbetrieb mit gemischten Folien
Empfohlene Lösung
7 m³ Absetzcontainer oder Presscontainer
Begründung
Folien können stark komprimiert werden, sortenreine Sammlung wenn möglich.
Szenario
Kunststoffverarbeitung (mehrere Typen)
Empfohlene Lösung
Multiple 1,1 m³ Rollcontainer oder Big Bags
Begründung
Verschiedene Container für verschiedene Kunststofftypen (PE, PP, PS, etc.).
Szenario
Bürogebäude mit verschiedenen Kunststoffen
Empfohlene Lösung
240-1100L Rollcontainer
Begründung
PET-Flaschen, Folien und andere Büro-Kunststoffe getrennt sammeln.
Szenario
Elektroindustrie (Gehäuse ohne Elektronik)
Empfohlene Lösung
5-7 m³ Absetzcontainer
Begründung
ABS, PC und andere technische Kunststoffe getrennt von Verpackungsmaterial.
Hinweis: Die Empfehlungen basieren auf Erfahrungswerten. Für eine individuelle Beratung kontaktieren Sie uns gerne.
Kosten & Preisindikator
Warum günstig?
Sortenreine Kunststoffe haben unterschiedliche Materialwerte. PE und PP erzielen oft Vergütungen, während PVC und PS meist Entsorgungskosten verursachen. Mischkunststoffe sind schwieriger zu verwerten.
Zusätzliche Information: Saubere, gut sortierte Thermoplaste sind am wertvollsten. Verunreinigte oder vermischte Kunststoffe verursachen Kosten.
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