Keller entrümpeln: Ablauf, Container & Tipps

Keller entrümpeln: Ablauf, Container & Tipps

Keller entrümpeln leicht gemacht: Schritt-für-Schritt-Ablauf, passende Containergrößen, Entsorgungstipps und häufige Fehler vermeiden.

Veröffentlicht am 17.2.2026

Über die Jahre sammeln sich im Keller Gegenstände an, die längst ihren Zweck verloren haben — alte Möbel, kaputte Elektrogeräte, Kartons voller Unbekanntem. Wer seinen Keller entrümpeln möchte, steht vor der Frage: Wo anfangen, was darf wohin, und wie entsorge ich das alles effizient? Containerhelfer.de vermittelt Container-Lösungen und Entrümpelung deutschlandweit, berät telefonisch bei der Planung und erstellt Angebote sowie Rechnungen aus einer Hand.

Schritt für Schritt: So läuft die Kellerentrümpelung ab

Eine erfolgreiche Kellerentrümpelung beginnt nicht im Keller, sondern am Schreibtisch. Wer planlos loslegt, verliert schnell die Motivation und endet mit halbsortiertem Chaos.

1. Bestandsaufnahme machen

Gehen Sie durch den Keller und verschaffen Sie sich einen Überblick. Schätzen Sie grob das Volumen (in Kubikmetern) und notieren Sie, welche Abfallarten anfallen: Sperrmüll, Holz, Metall, Elektrogeräte, Bauschutt oder gemischte Abfälle. Fotos oder ein kurzes Video helfen bei der späteren Angebotserstellung.

2. Sortieren in vier Kategorien

Teilen Sie jeden Gegenstand konsequent ein:

KategorieBeispieleNächster Schritt
BehaltenSaisonale Kleidung, Werkzeug, ErinnerungsstückeIn beschriftete Boxen verpacken
VerkaufenFunktionsfähige Möbel, Elektronik, SammlerstückeOnline inserieren oder Flohmarkt
SpendenIntakte Kleidung, Bücher, SpielzeugSozialkaufhaus oder Kleiderkammer
EntsorgenKaputte Gegenstände, Restmüll, SondermüllContainer oder Wertstoffhof

Faustregel: Was Sie seit mehr als zwei Jahren nicht benutzt oder vermisst haben, werden Sie in der Regel auch künftig nicht brauchen.

3. Entsorgung organisieren

Für größere Mengen lohnt sich ein Container. Je nach Volumen und Abfallart stehen verschiedene Containergrößen zur Verfügung:

KellergrößeTypisches VolumenEmpfohlener Container
Kleiner Keller (bis 15 m²)2–4 m³3 m³ Absetzcontainer
Mittlerer Keller (15–30 m²)4–7 m³5,5 m³ Absetzcontainer
Großer Keller (über 30 m²)7–12 m³7–10 m³ Absetzcontainer

4. Entrümpeln und befüllen

Arbeiten Sie sich systematisch durch den Keller — Bereich für Bereich, nicht alles auf einmal. Setzen Sie sich ein Zeitlimit pro Bereich (erfahrungsgemäß drei bis vier Stunden pro Abschnitt), um Ermüdung vorzubeugen.

5. Reinigen und neu einräumen

Nutzen Sie den leeren Keller für eine Grundreinigung. Investieren Sie in stabile Regale und durchsichtige, luftdichte Kunststoffboxen. Gerade in feuchten Kellern schützen diese Textilien und Dokumente vor Schimmel. Beschriften Sie jede Box mit wasserfestem Stift.

Welche Abfälle dürfen in den Container — und welche nicht?

Nicht alles aus dem Keller darf in einen Entsorgungscontainer. Saubere Trennung spart Geld, weil Mischcontainer teurer sind als sortenreine Fraktionen.

Erlaubt im Sperrmüll-Container:

  • Möbel (Regale, Schränke, Tische, Stühle)
  • Matratzen und Lattenroste
  • Teppiche und Bodenbeläge
  • Kartonagen und Papier
  • Holzgegenstände (unbehandelt oder behandelt bis Altholz-Kategorie III)

Separat entsorgen (nicht in den Container):

  • Elektrogeräte (Kühlschrank, Waschmaschine) — zum Wertstoffhof oder Rücknahmestelle
  • Farben, Lacke, Lösungsmittel — Schadstoffsammlung oder Wertstoffhof
  • Batterien und Akkus — Sammelstellen im Handel oder Wertstoffhof
  • Asbest oder asbesthaltige Materialien — nur durch zertifizierte Fachbetriebe
  • Gasflaschen und Druckbehälter — Rückgabe an den Händler

Ausführliche Informationen zu erlaubten Abfallarten finden Sie in unserem Ratgeber.

Typische Fehler bei der Kellerentrümpelung

Erfahrungsgemäß scheitern viele Kellerentrümpelungen an vermeidbaren Fehlern:

  • Kein Plan, kein System: Wer ohne Sortierung anfängt, verschiebt Dinge nur von einer Ecke in die andere. Arbeiten Sie immer kategorienweise.
  • Zu kleiner Container: Ein überladener Container verursacht Zusatzkosten. Lieber eine Nummer größer wählen.
  • Sondermüll im Container: Farben, Batterien oder Elektrogeräte im Sperrmüllcontainer führen zu Nachsortierung und Aufpreisen.
  • Alles allein machen: Holen Sie sich Hilfe — ob Familie, Freunde oder einen professionellen Entrümpelungsservice.
  • Stellplatz nicht geprüft: Prüfen Sie vorab, ob der Container auf Ihrem Grundstück oder auf öffentlichem Grund steht. Für öffentliche Flächen ist in der Regel eine Stellgenehmigung erforderlich.

Kosten und Steuervorteile

Die Kosten einer Kellerentrümpelung hängen von Volumen, Abfallart, Zugänglichkeit und Region ab. Typische Richtwerte:

  • Nur Container (Selbstbefüllung): 150–400 € für 3–7 m³ je nach Fraktion und Standzeit
  • Professionelle Entrümpelung (20 m² Keller): 300–1.000 €, abhängig von Füllgrad und Stockwerk
  • Sonderabfälle: Zusatzkosten für Schadstoffe oder Elektrogeräte-Entsorgung

Steuerlich absetzbar: Eine professionelle Kellerentrümpelung gilt als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG. Bis zu 20 % der Arbeitskosten (maximal 4.000 € pro Jahr) können Sie in der Steuererklärung geltend machen. Voraussetzung: Zahlung per Überweisung und eine ordentliche Rechnung. Mehr dazu in unserem Artikel zur steuerlichen Absetzbarkeit von Entrümpelungen.

Praktische Checkliste

  • Bestandsaufnahme: Volumen schätzen, Abfallarten auflisten, Fotos machen
  • Gegenstände in vier Kategorien sortieren (behalten, verkaufen, spenden, entsorgen)
  • Verkäufliches online inserieren oder für den Flohmarkt vorbereiten
  • Spendentaugliches bei Sozialkaufhaus oder Kleiderkammer abgeben
  • Passende Containergröße wählen und Stellplatz prüfen
  • Sondermüll separat sammeln (Farben, Batterien, Elektrogeräte)
  • Helfer organisieren und Zeitplan festlegen
  • Nach der Entrümpelung: Keller reinigen, Regalsystem einrichten, Boxen beschriften

Das hängt vom Füllgrad ab. Ein durchschnittlicher Keller (15–25 m²) lässt sich in der Regel an einem Wochenende entrümpeln, wenn Sie zu zweit arbeiten. Stark gefüllte oder große Keller können mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Für einen kleinen bis mittleren Keller genügt typischerweise ein 3–5,5 m³ Absetzcontainer. Bei größeren Kellern oder sehr viel Inhalt empfiehlt sich ein 7–10 m³ Container. Im Zweifel lieber eine Nummer größer wählen — ein überladener Container verursacht Zusatzkosten.

Farben, Lacke, Batterien, Chemikalien und Elektrogeräte dürfen nicht in den normalen Container. Bringen Sie diese zum kommunalen Wertstoffhof oder zur Schadstoffsammlung. Bei asbesthaltigen Materialien muss ein zertifizierter Fachbetrieb die Entsorgung übernehmen.

Ja, eine professionelle Entrümpelung ist als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG absetzbar. Sie können bis zu 20 % der Arbeitskosten (maximal 4.000 € pro Jahr) geltend machen — Voraussetzung ist die Zahlung per Überweisung und eine ordentliche Rechnung.

Bei großen Mengen, schwer zugänglichen Kellern oder wenn Sondermüll anfällt, spart ein professioneller Service Zeit und Nerven. Erfahrungsgemäß ist die Kombination aus Eigenleistung (Sortieren, Verkaufen) und professioneller Entsorgung am kosteneffizientesten.

Fazit

Keller entrümpeln ist keine Mammutaufgabe, wenn Sie systematisch vorgehen: Bestandsaufnahme, konsequentes Sortieren, passender Container und saubere Trennung der Abfallarten. Mit der richtigen Planung schaffen Sie an einem Wochenende Ordnung und sparen dabei Geld. Containerhelfer.de vermittelt Container-Lösungen und Entrümpelungsservices deutschlandweit, berät telefonisch und erstellt Angebote sowie Rechnungen — damit Ihre Kellerentrümpelung reibungslos abläuft.

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