Asbest / Eternit

Asbest ist ein gefährlicher Baustoff, der bei unsachgemäßer Handhabung krebserregende Fasern freisetzt. In Deutschland wurde Asbest erst 1993 verboten, sodass viele Gebäude aus den 1960er- bis 1980er-Jahren noch asbesthaltige Materialien wie Eternitplatten, Wellasbestplatten oder Fassadenverkleidungen enthalten. Die Entsorgung unterliegt strengen gesetzlichen Auflagen und darf nur durch zertifizierte Fachbetriebe erfolgen. Containerhelfer ist nach TRGS 519 zertifiziert und übernimmt den Prozess von der Demontage bis zur fachgerechten Deponierung.

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Asbest / Eternit

Sichere und gesetzeskonforme Entsorgung von asbesthaltigen Baustoffen

Was darf in den Container?

Darf rein

  • Asbestzementplatten (Eternit)
  • Wellasbestplatten
  • Asbesthaltige Dachplatten
  • Fassadenplatten mit Asbest
  • Rohre aus Asbestzement
  • Blumenkästen aus Eternit
  • Andere festgebundene Asbestprodukte

Darf nicht rein

  • Schwach gebundener Asbest (Spritzasbest)
  • Zerbrochene Asbestplatten
  • Feuchte oder verschimmelte Asbestteile
  • Asbest mit anderen Materialien vermischt
  • Asbesthaltige Dämmstoffe
  • Ungeklärte asbestverdächtige Materialien

Vorschriften und Kosten der Asbestentsorgung

Asbestentsorgung ist die kostenintensivste Abfallart im Baubereich. Die hohen Kosten ergeben sich aus den vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen: Schutzausrüstung, spezielle Big Bags, behördliche Anmeldung und die Endlagerung auf zugelassenen Deponien. Schwach gebundener Asbest (Spritzasbest) darf ausschließlich von Fachfirmen mit Sachkundenachweis nach TRGS 519 entfernt werden. Bei festgebundenem Asbest wie Eternitplatten ist eine Selbstdemontage in einigen Bundesländern unter Auflagen möglich -- in der Regel ist jedoch die Beauftragung eines zertifizierten Fachbetriebs der sicherste Weg. Kontaktieren Sie uns, damit Containerhelfer Ihr Projekt als TRGS-519-zertifizierter Fachbetrieb prüfen und ausführen kann.

Tipps & Tricks für optimale Entsorgung

Niemals brechen oder sägen

Asbestplatten dürfen niemals zerbrochen, gesägt oder gebohrt werden. Ganze Platten vorsichtig abmontieren.

Spezialausrüstung verwenden

FFP2-Maske, Schutzanzug und Handschuhe sind Mindestschutz. Arbeiten oft nur von Fachfirmen erlaubt.

Anmeldung erforderlich

Asbestentsorgung muss bei der Behörde angemeldet werden. Nur zertifizierte Entsorger sind zugelassen.

Big Bags verwenden

Asbest gehört in spezielle, gekennzeichnete Big Bags. Normale Container sind nicht geeignet.

Für die Asbestentsorgung kommen keine gewöhnlichen Container zum Einsatz. Stattdessen werden spezielle, gekennzeichnete Big Bags oder geschlossene Spezialcontainer verwendet. Die benötigte Menge richtet sich nach der Dachfläche bzw. Fassadengröße Ihres Gebäudes.

Container-Empfehlungen für verschiedene Szenarien

Szenario

Dachsanierung Einfamilienhaus

Empfohlene Lösung

Asbest-Big Bags + Spezialabholung

Begründung

Eternit-Dachplatten von den 70er/80er Jahren.

Szenario

Fassadensanierung

Empfohlene Lösung

Asbest-Container nach m²-Abschätzung

Begründung

Asbesthaltige Fassadenplatten aus den 60er Jahren.

Szenario

Industriegebäude-Sanierung

Empfohlene Lösung

Mehrere Asbest-Container

Begründung

Große Mengen Wellasbestplatten bei Hallensanierung.

Hinweis: Die Empfehlungen basieren auf Erfahrungswerten. Für eine individuelle Beratung kontaktieren Sie uns gerne.

Kosten & Preisindikator

€€€€
Teuer
(4 von 4)

Warum teuer?

Asbestentsorgung ist die teuerste Abfallart, da höchste Sicherheitsstandards und Spezialbehandlung erforderlich sind. Anmeldung und zertifizierte Entsorgung sind gesetzlich vorgeschrieben.

Zusätzliche Information: Nur Fachbetriebe dürfen Asbest handhaben. Private Entsorgung ist meist nicht möglich.

Woran erkenne ich Asbest im Gebäude?

Viele Hausbesitzer wissen nicht, ob ihr Gebäude Asbest enthält. Als Faustregel gilt: Gebäude, die vor 1993 gebaut oder saniert wurden, können asbesthaltige Materialien enthalten. Typische Fundstellen sind Dachplatten und Dacheindeckungen (Wellasbestplatten, Eternit), Fassadenverkleidungen, Fußbodenbeläge und deren Kleber, Heizungsrohrisolierungen sowie Bodenplatten in Garagen. Im Zweifel hilft nur eine Materialprobe durch ein akkreditiertes Labor. Kosten: 50–150 Euro pro Probe. Diese Investition lohnt sich, da die Kosten einer Fehleinschätzung deutlich höher sind.

Schritt-für-Schritt: Asbestentsorgung ablaufen lassen

  1. Schadstoffgutachten beauftragen: Bei größeren Gebäuden ist ein Schadstoffgutachten Pflicht (Abbruchanzeigepflicht nach Landesbauordnung). Das Gutachten identifiziert alle schadstoffhaltigen Materialien im Gebäude.
  2. Fachbetrieb mit TRGS-519-Zulassung beauftragen: Nur Fachkräfte mit Sachkundenachweis nach TRGS 519 sind zugelassen. Containerhelfer hat die Zulassung nach TRGS 519 und übernimmt die fachgerechte Ausführung.
  3. Behördenanmeldung prüfen: Je nach Bundesland und Menge ist eine Vorabanmeldung bei der Unteren Immissionsschutzbehörde erforderlich. Der Fachbetrieb übernimmt diesen Schritt meist.
  4. Fachgerechte Demontage: Asbesthaltige Bauteile werden nass abgebrochen, um Faserfreisetzung zu minimieren, und direkt in Big Bags oder Spezialcontainer verpackt.
  5. Transport und Endlagerung: Speziell gekennzeichnete Fahrzeuge transportieren den Asbest zur zugelassenen Sondermülldeponie. Entsorgungsnachweise werden vollständig dokumentiert.

Was kostet Asbestentsorgung? Realistische Preisangaben

Die Kosten für Asbestentsorgung variieren stark je nach Art und Menge des Materials. Für einfache Eternit-Dachplatten (festgebundener Asbest) liegen die Entsorgungskosten typischerweise bei 80–200 Euro pro Tonne exklusive Demontagearbeiten. Hinzu kommen Arbeitskosten für den Fachbetrieb (60–120 Euro/Stunde) und ggf. Gutachterkosten (ab 300 Euro). Bei schwach gebundenem Asbest (Spritzasbest) steigen die Kosten erheblich — hier sind 200–500 Euro pro Tonne und mehr realistisch. Für ein Einfamilienhaus mit Eternit-Dach kalkulieren Sie insgesamt mit 1.500–5.000 Euro je nach Dachfläche. Wir empfehlen, mindestens drei Angebote einzuholen und Referenzen zu prüfen.

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